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Dietrich-Bonhoeffer Schule Schönberg (Grund- und Mittelschule)
aktualisiert 22.09.17

Mit Jesus in einem Boot

In Eppenschlag traten 13 Kinder erstmals an den Tisch des Herrn

Eppenschlag. Neben den Hochfesten im Kirchenjahr ist die Erstkommunion jedes Jahr ein besonders festlicher Tag in der kleinen Eppenschlager Pfarrgemeinde. 13 Kinder traten heuer erstmals an den Tisch des Herrn. „Gottes Nähe spüren: Mit Jesus in einem Boot“, stand als zentrale Aussage über der eindrucksvollen Feier, auf die die Kinder nicht nur von Religionslehrer Werner Seidl zusammen mit Pfarrvikar Anthony vorbereitet wurden.
Die außerschulische Vorbereitung hatten Mathilde Resch-Karger und Heike Käser in sieben Gruppenstunden mit anschließendem Gottesdienstbesuch übernommen; auch Glaskreuze wurden gestaltet, die Pfarrkirche besichtigt, man nahm an einer Tauffeier teil und war am Ostermontag zu einem biblischen Emmausgang unterwegs.
Vom Eppenschlager Schulhaus geleitete Pfarrvikar Anthony die Kinder mit ihren Eltern zum Gotteshaus, begleitet von Bürgermeister Christian Süß, Rektorin Rowitha Bumberger, Religionslehrer Werner Seidl, Mathilde Resch-Karger und Heike Käser. „Ich dank Dir Gott, dass Du mich führst“, sang der Chor zum Einzug der Kommunionkinder. Zu instrumentalen Klängen von Orgel und Geige entzündeten Pfarrvikar Anthony und Rektorin Bumberger die Kommunionkerzen der Kinder an der Osterkerze. Vor dem Johannes-Evangelium von der Speisung der Fünftausend sangen die Kommunionkinder zur Gitarrenbegleitung von Heike Käser: „Hey, wir sind die Männer und Frauen auf dem Schiff.“
„Heute ist der Tag der Wirklichkeit, auf den ihr euch lange vorbereitet habt“, wandte sich Pfarrvikar Anthony an die Kommunionkinder. „Doch bis jetzt ist Jesus und sein Wort nur in euerem Kopf, heute kommt er in eueren Leib.“ In einem Predigtgespräch plauderte er mit den Kindern über das Erstkommunion-Thema: „Mit Jesus in einem Boot“. Er appellierte an die Kinder, im Schiff der Kirche und ihrer Gemeinschaft die Verbindung mit Gott nicht zu verlieren.
„So wie ein Handy nur nützt, wenn es guten Empfang hat, nützt euere Verbindung mit Jesu nur, wenn ihr diesen Jesus-Empfang für euer Leben behaltet.“ An die Eltern appellierte er, ihre Kinder dabei zu unterstützen.
Die Erneuerung des Taufversprechens der Kinder bekräftigte Gemeindegesang: „Fest soll mein Taufbund immer stehen.“ Wie schon zuvor in die Kyrierufe, waren die Kinder nun auch in die Fürbitten eingebunden. „Siehe wir kommen, kommen mit Jauchzen, unsere Gaben zu bringen“, sangen Chor und Gemeinde zu einem feierlichen Gabenzug.
In der gelb-weiß blumengeschmückten Kirche erfreuten musikalisch neben Chor- und Gemeindegesang auch immer wieder instrumentale Klänge mit Julia Tiersch an der Orgel und Birgit Sinnhuber mit der Geige.
In ihren liturgischen Gewändern ganz nahe am Altar hielten die Kinder mit dem Priester ihr erstes eucharistisches Mahl. Mit Mundkommunion empfingen sie aus der Hand von Pfarrvikar Anthony Leib und Blut Christi in der Gestalt von Brot und Wein. Mit den Kindern trat eine selten große Gottesdienstgemeinde an den Tisch des Herrn.
Vor dem Schlusssegen dankten die Kinder mit einem gemeinsamen Lied: „Herr, in deinen guten Händen hältst du fest mein Leben“, von Heike Käser mit der Gitarre begleitet. Pfarrvikar Anthony dankte allen, die die Feier vorbereitet und mit gestaltet hatten. Nach dem Te Deum schloss der gemeinsame Auszug der Kinder, von festlichem Orgel- und Glockenklang begleitet, die eindrucksvolle Eucharistiefeier ab.  PNP10.05.2017