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Dietrich-Bonhoeffer Schule Schönberg (Grund- und Mittelschule)
aktualisiert 16.09.18

Schönberger Schule führt bayerische Vogelhochzeit auf

Bei Schulfest auch eigenen Schulsong vorgestellt, komponiert und getextet von Lehrer Karl Friedl

Der Jungvogel hat immer Hunger

Der große Grundschulchor mit Klasse 4a an den Boomwhackers

Solo der Vogeleltern

Schönberg. Zum Sommerfest lud die Schulfamilie der Dietrich-Bonhoeffer-Schule ein und eine überaus große Gästeschar folgte der Einladung. Musikalisch begrüßt wurden die Gäste mit hochklassiger Volksmusik der Geschwister Döringer (Zither, Hackbrett, Gitarre). Der Ansturm war enorm und so reichten die Plätze der wunderschön von den Fachlehrerinnen geschmückten Mehrzweckhalle wieder einmal nicht aus, um allen Zuschauern einen Sitzplatz zu bescheren.
Ein besonderes Singspiel hatte sich die Schule, die sich auch auf den Weg zur „musikalischen Grundschule“ macht, nämlich vorgenommen. Im Dialekt soll die Vogelhochzeit, jedem von Rolf Zuckowski bekannt, als „Die bayerische Vogelhochzeit“ gesungen und gespielt werden.
Unterstützt von den Lehrkräften Bettina Schopf (Flöte), Rosemarie Döringer (Flöte und Sologesang), Karl Friedl (Gitarre, Klarinette), Barbara Urig (Flötenlehrerin), Johanna Döringer (Zither) und Roswitha Bumberger (Akkordeon) zeigten die Flötenkinder der Klasse 4a und 2b, Johanna Killinger (Klasse 4a) an der Klarinette und die Orffgruppe, bestehend aus Schülern der Ganztagesklasse 3a und Schülern der Jahrgangsstufen 1/2 ihr herausragendes Können an den Instrumenten und im Gesang.
Zur Begrüßung überraschten die Schüler mit einem eigenen Schulsong, komponiert und getextet von Karl Friedl. Die Klasse 4a begleitete den DBS-Song gekonnt mit den beliebten bunten Plastikröhren, den Boomwhackers und alle Schüler sangen davon, wofür die Schule steht: Bonhoeffer als Vorbild zu sehen, zu wissen, dass Schüler-Eltern-Lehrer eine große Gemeinschaft bilden und zu erkennen, wie wichtig und schön das gemeinsame Lernen sein kann.
Bei der Begrüßung galt Rektorin Roswitha Bumbergers Dank und Gruß vor allem allen Eltern und besonders dem Team des Elternbeirates mit Carolin Garhammer an der Spitze: „Ohne die tatkräftige Unterstützung des Elternbeirates könnte die Schule so ein Fest nie stemmen.“
Der große Grundschulchor mit allen Schülern der Grundschule führte mit dem Lied „Zwoa Vogerl, die woin Hochzeit mocha, da herin im greaneWoid – und wia dös bei dö Vogerl geht, passt’s auf, dös wird euch glei vozoit!“ in die Geschichte ein, die dann ein alter Baum (gesprochen von Schülern der Klasse 4a), auf dem schon viele Vögel ihre Nester gebaut haben, weitererzählt. Und auch heute schaute der alte Baum dem bunten Treiben der Vögel ganz genau zu. Drei Vogelpaare (Schüler der Klasse 4b) hatten es sich auf seinen Ästen bequem gemacht. Gekonnt, sicher und mit fester Stimme besangen die verliebten Vögelchen (Lenya Zelzer, Sebastian Simmet, Nicole Schopf, Julian Resch, Lena Vitzthum, Maximilian Schöller) solistisch ihr Kennenlernen: „Du und i, mir schaun uns o, wia Voglfrau und Voglmo! Ja, weil i – ja i mog di! Ja, und du – ja du mogst mi!“ Beim gemeinsamen Tanz wurden sie tänzerisch von einer ganzen Vogelschar (Klasse 2a/b) mit dem Lied: „Vogerl kimm danz mit mir“ begleitet. Und so kam es, dass sich die drei Vogelpärchen ein Nest bauten und bald ein Ei legten. Das Ausbrüten machte ihnen allerdings zu schaffen. Mit dem Lied: „Immer nur briatn, briatn, briatn. Dös Ei behiatn, …hiatn, …hiatn. Du Vogelmo, jetz bist du amoidro!“ wurde klar, dass Kinderkriegen auch bei Vogelpaaren eben nicht nur reine Frauensache ist.
Doch schnell hörte man ein lautes „Tock, tock tock“, das von der Klasse 1a besungen wurde. Solistisch glänzten die drei Küken (Andreas Behringer, Michaela Schöller, Sebastian Ecker) aus der Klasse 1a, als sie erzählten, wie sie sich „freibecken“: „Tock, tock, tock, i beck a Loch ins Ei. Schau her mei Schnabel passt scho durch, i glaub, jetz hab i´s glei!“ Und gleich darauf begrüßen die drei ihre Eltern mit einem fröhlichen: „Griaß di Mama, griaß di Papa! Gell do schaut´s, iatz bin i do!“ Und dass so ein Vogelbaby einen Mordshunger hat, gab kräftig der Chor mit dem Lied: „A so a Vogerl, dös werd nia satt, weil es oiwei, oiwei, oiwei Hunger hat!“ zum Besten.
Die Vogeleltern hatten viel auf der Bühne zu tun, ihren Nachwuchs mit Würmern zu versorgen und sie waren ziemlich froh, als endlich die Nacht hereinbrach und die Vogelmama ihren Vogelbabies ein Schlaflied singen konnte („Schau nur, die Nacht kimmt, hat d’Sterndl dabei“ (Solo: Rosemarie Döringer). Die vielen Sterne (Sternentanz Klasse 1a) brachten die Kleinen endlich zum Schlafen.
Doch wie es eben ist im Leben, die Zeit vergeht wie im Wind und so werden auch die kleinen Vogerl schnell groß und wollen hinaus in die Welt und sie werden wohl auch wieder ein Vogerl finden, mit dem sie ein Nest bauen. Und …“dann woin zwoa Vogerl Hochzeit mocha do herin im greana Woid! Fidirallalla, fidirallalla, fidiralla-lalla-la!“ Lang anhaltender Applaus belohnte die jungen Sänger und Musikanten in die wohlverdiente Mittagspause. Der Elternbeirat bot auf dem Schulhof Getränke, Gegrilltes und Gyros an. In der Mensa wartete Kaffee und ein meterlanges Kuchenbuffet auf die hungrigen Gäste.
Auch das Nachmittagsprogramm bot allerhand für die Kinder und Jugendlichen. So gab es neben Kreativworkshops (Stofftaschendruck, Faltarbeit (Vögel) aus Papier, String Art, Seifenblasendraht basteln) auch noch einen Bücherflohmarkt, eine Wasserbombenrallye und in Zusammenarbeit mit Polizei und Verkehrswacht einen Fahrradparcours, einen „Rauschbrillenparcours“ und einen Motorrad-Simulator.
Bei der zweiten Aufführung der „bayerischen Vogelhochzeit“ durfte die Schule die Schulanfänger und weitere Kinder der Kindergärten und Bewohner aus dem Senioren-Heim Rosenium Schönberg ganz herzlich willkommen heißen. PNP19.07.2018